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Hundemarke mit QR-Code und NFC: So funktioniert beides

Hundemarke mit QR-Code und NFC: wie beide Techniken funktionieren, was ein Finder dafür braucht und warum eine gute Marke am besten beides trägt.

· 5 Minuten Lesezeit

Eine Hand hält ein Smartphone an die grüne PawBack-Marke mit QR-Code am Halsband eines hellen Hundes

Eine Hundemarke mit QR-Code und NFC hat genau eine Aufgabe: Auf dem Handy eines fremden Menschen soll sich eine Seite öffnen, über die er dich erreicht. Beide Techniken führen zum selben Ziel, aber auf ganz verschiedenen Wegen. Wer die Unterschiede kennt, versteht auch, warum eine Marke am besten beides trägt.

QR-Code: ein Muster, das die Kamera liest

Ein QR-Code ist ein gedrucktes Muster, in dem zum Beispiel eine Webadresse steckt. Die Handykamera liest ihn optisch, egal wie herum er gerade hängt. Entwickelt hat ihn das japanische Unternehmen Denso Wave, vorgestellt wurde er 1994. Denso Wave hält das Patent, hat aber erklärt, es nicht auszuüben. Deshalb darf jeder QR-Codes kostenlos nutzen.

Für eine Hundemarke ist eine Eigenschaft besonders wichtig: die eingebaute Fehlerkorrektur. Laut Denso Wave lassen sich die Daten wiederherstellen, wenn der Code verschmutzt oder beschädigt ist. Es gibt vier Stufen, die etwa 7 bis 30 Prozent der Daten wiederherstellen. Ein Kratzer ist also noch nicht das Ende. Eine halb abgeriebene Fläche schon.

Was der Finder braucht: ein Smartphone mit Kamera, genug Licht, einen lesbaren Code und Internet. Auf dem iPhone öffnet man laut Apple die Kamera-App, hält das Gerät so, dass der Code im Bild erscheint, und tippt auf den Link. Die Kamera-App von Google arbeitet ähnlich. Google weist aber darauf hin, dass die Funktion nur auf ausgewählten Geräten verfügbar ist.

NFC: Funk auf ganz kurze Distanz

NFC steht für Near Field Communication. Laut dem NFC Forum, das den Standard pflegt, funkt NFC auf 13,56 MHz und hat eine typische Reichweite von bis zu 2 cm. Der Finder muss sein Handy also wirklich an die Marke halten.

Der Chip in der Marke hat keine Batterie. Das Handy liefert die Energie über die Funkverbindung gleich mit. Eine NFC-Marke musst du deshalb nie aufladen.

Wie lange so ein Chip hält, steht im Datenblatt. Für den NTAG213, der in unseren Marken steckt, nennt der Hersteller NXP einen Datenerhalt von 10 Jahren und 100.000 Schreibzyklen. Das sind Herstellerangaben für den Chip, kein Versprechen über die Lebensdauer einer Marke am Halsband.

Was der Finder braucht: ein Handy mit NFC und Internet.

  • iPhone: Laut Apple lesen iPhone XS und neuere Modelle NFC-Tags im Hintergrund, ganz ohne App. Es erscheint eine Benachrichtigung, die man antippt. Das klappt nur, während das iPhone benutzt wird, und nicht im Flugmodus oder solange die Kamera geöffnet ist.
  • Android: Laut Android-Dokumentation suchen Geräte in der Regel nach NFC-Tags, solange der Bildschirm entsperrt ist und NFC in den Einstellungen nicht ausgeschaltet wurde. Die meisten Android-Smartphones haben NFC an Bord, aber nicht unbedingt alle.

Wo jede Technik an ihre Grenzen kommt

QR-Code

  • Er braucht Licht und freie Sicht. Abends im Park oder unter einer Schicht Schlamm wird es schwierig.
  • Er sitzt außen und nutzt sich mit der Marke ab. Die Fehlerkorrektur hilft, aber nur bis zu einer Grenze.
  • Dafür sieht ihn jeder. Ein QR-Code sagt ohne Worte: Hier kannst du etwas scannen.

NFC

  • Er ist unsichtbar. Wer nicht weiß, dass in der Marke ein Chip steckt, hält sein Handy nicht daran.
  • Er hilft nicht, wenn das Handy des Finders kein NFC hat oder NFC ausgeschaltet ist.
  • Dafür braucht er kein Licht, und der Chip kann geschützt im Inneren der Marke sitzen.

Warum eine Marke beides tragen sollte

Du kannst dir nicht aussuchen, wer deinen Hund findet. Du weißt nicht, welches Handy diese Person hat, ob es hell oder dunkel ist und wie die Marke nach zwei Jahren Wald und Wiese aussieht.

Die Schwächen der beiden Techniken überschneiden sich kaum. Ist der Code verkratzt oder es ist zu dunkel, bleibt der Chip. Ist NFC aus oder der Finder kennt es nicht, bleibt der Code, den er sehen kann. Zwei Wege zur selben Seite sind sicherer als einer.

Was beide nicht können

  • Orten. QR und NFC helfen erst, wenn ein Mensch deinen Hund gefunden hat. Wo dein Hund gerade ist, zeigt dir nur ein GPS-Tracker. Wann sich das lohnt, steht in unserem Vergleich von AirTag, Tractive und PawBack.
  • Ohne Internet arbeiten. Beide öffnen eine Webseite. Ohne Netz lädt sie nicht.
  • Den Mikrochip ersetzen. Der Chip unter der Haut ist etwas anderes als der NFC-Chip in der Marke. Ob ein Tier gechippt ist, lässt sich laut TASSO bei einer Tierarztpraxis oder im Tierheim mit einem Lesegerät prüfen. Die Marke ergänzt ihn, sie ersetzt ihn nicht.
  • Entscheiden, was der Finder sieht. Das bestimmt die Seite dahinter. Worauf du achten solltest, liest du in Was sollte eine Hundemarke wirklich verraten?

So testest du deine Marke

Egal, von wem deine Marke ist: Probier sie aus, bevor du sie brauchst.

  1. Scanne den QR-Code mit deiner Handykamera.
  2. Halte dein Handy an die Marke, bis sich die Seite oder eine Benachrichtigung öffnet.
  3. Wiederhole beides mit einem zweiten Handy, am besten einem iPhone und einem Android-Gerät.
  4. Lies das Profil so, wie es ein Fremder lesen würde. Stimmt alles noch?
  5. Wiederhole das alle paar Monate. Wird der Code schwer lesbar, ersetze die Marke.

Und falls dein Hund doch einmal wegläuft, hilft dir unsere Checkliste für die ersten 60 Minuten.

Wie wir es bei PawBack gelöst haben

Unsere Marke trägt vorne einen QR-Code und innen einen NFC-Chip. Dazu kommt eine eingravierte ID aus sechs Zeichen. Scannen und Antippen öffnen dieselbe Seite im Browser: das Profil deines Hundes mit Foto, Name, Rasse und medizinischen Hinweisen, dazu ein Kontaktformular. Der Finder braucht weder App noch Konto. Seine Nachricht leiten wir an dich weiter.

Ist eine Marke nach Jahren am Halsband abgenutzt, drucken wir sie für 5,99 € mit derselben ID neu.

Eine PawBack-Marke kostet einmalig 9,99 €, ohne Abo. Das Profil bleibt kostenlos, solange es unseren Dienst gibt. Wir drucken jede Marke in Düsseldorf und versenden nur innerhalb der EU. Hier findest du die PawBack-Marke.